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Wer wie ich seit Jahren viel mit Informationstechnik zu tun hat, interessiert sich vielleicht auch für das Thema Videoüberwachung. Voller Euphorie widmet man sich dann dem ersten Projekt und ist schnell ernüchtert: Die Idee, die einem gerade im Kopf herumschwirrt, ist einfach zu kostspielig um den privaten Spieltrieb zu befriedigen. Also werden die Ideen wieder verworfen und landen in der Schublade. So erging es zumindest mir in der letzten Dekade mehrfach.

Dennoch unternahm ich immer wieder Ausflüge in die Videoüberwachung. Anfangs mussten USB-Kameras für meine Versuche herhalten, doch da war dann das Problem mit der Kabellänge. Nicht immer hat man genau dort wo eine Kamera ihren Dienst verrichten soll auch einen Rechner stehen und das ganze Haus mit Rechnern zu bestücken ist dann wohl auch nicht State of the Art.

Mittlerweile haben dies auch die Hersteller erkannt und bieten z.B. USB Verlängerungskabel über CAT5/6 oder aktive USB Verlängerungskabel an. An einem Verlängerungskabel über CAT5/6 betriebe ich seit langer Zeit z.B. eine FHZ 1300 PC (siehe auch: Funk-Haussteuerungssystem FS20) ohne Probleme.

Irgendwann kam mir der Gedanke die Kamera gegen eine IP-Kamera auszutauschen. Wieder mal wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: bekannten Namen wie z.B. MOBOTIX spielen in einer anderen Liga und sind für meine Zwecke einfach zu teuer.

Also experimentierte ich eine zeitlang mit einer IP-Kamera von GrandTec. Diese hatte sowohl eine LAN als auch einen WLAN Schnittstelle und unterstützt Tag- und Nachtsicht. Diese Kamera war bei mir einige Jahre im Einsatz um einen Innenraum zu überwachen.

Kommt man wie ich aus dem Linux-Umfeld, stößt man bei den günstigen Kameras oft auf das gleiche Problem: obwohl die meisten auf einem Embedded Linux basieren, wird der Live-Stream nur mit Active-X Unterstützung (Windows Internet Explorer erforderlich) angeboten. Alle die nicht den Internet Explorer oder ein anderes Operating System, wie z.B. Linux nutzen, müssen sich dann mit den Standbildern zufrieden geben.

Auch unternahm ich zwischenzeitlich einen Ausflug in die Sparte Funkkamera auf Basis von 2.4 GHz. Die Funkkamera war mit einem Empfänger ausgestattet, der über einen USB-Port an den Rechner anzuschliessen ist. Dieser Ausflug war jedoch schnell wieder beendet. Die Qualität und vor allem die Reichweite konnte mich nicht wirklich überzeugen. Dann kam auch das Problem dazu, dass das Projekt Video4Linux auch nicht alle erdenklichen Geräte unterstützt, so das vom Einstecken bis zum ersten Bild auch unzählige Stunden vergingen. Also blieb ich erstmal bei meiner GrandTec IP-Kamera.

Es sollten wieder ein paar Jahre vergehen und meine Anforderungen wuchsen. Inwischen interessierte ich mich für Kameras im Aussenbereich. Also mal wieder den Markt abgegrast um zu schauen, was sich den in den letzten Jahren so getan hat. Wieder musste ich feststellen, das sich die Preise nicht wirklich groß nach unten bewegt haben.

Bei Amazon wurde ich schliesslich fündig: Eine IP-Cam mit LAN und WLAN, sowie Nachtsicht und auch noch Wetterfest für einen annehmbaren Preis.

Um welche Kamera es sich handelt und wie ich die unterschiedlichen Kameras letztlich eingebunden habe, folgt in einem weiteren Beitrag.