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Anfang Januar 2010 berichtete ich über die auftretenden Störungen mit meinen Funksteckdosen FS20 ST und Dimmer FS20 DI20. Alle Versuche die ich unternahm um den normalen Zustand zu erreichen blieben erfolglos. Also entschied ich mich die Bundesnetzagentur einzuschalten um der Ursache endgültig auf den Grund zu gehen. 

 

Die Fehlersuche

Pünktlich um 14:00 Uhr stand ein Messwagen der Bundesnetzagentur vor meiner Haustür. Die Techniker unternahmen ihre ersten Messungen und einige Nachbarn schienen wohl etwas irritiert zu sein, was den da "angepeilt" wird. Schlechtes Gewissen? ;-)

Nach ca. 15 Minuten kam dann das erste ernüchterne Ergebnis der Messung: "Hier liegt nichts in der Luft!" Also ging es im Haus mit einem portablen Messgerät weiter. Aber auch hier blieb die Suche erst mal ohne Erfolg. Es wurde lediglich ein gewissen Grundrauschen auf 868,35 MHz festgestellt.

Wir haben Aktoren geschaltet, an den FHTs und den Stellantrieben gemessen; das Einzige was festgestellt wurde: die Geräte von ELV senden nicht auf 868,35 MHz sondern 100 KHz daneben. Das Messgerät stellt das alles sehr schön in seinem Frequenzspektrum dar.

Gut eine Stunde war nun vergangen und bei den Technikern zog schon langsam eine Aufbruchstimmung ein. Sie versicherten mir, sie würden so lange wieder kommen und die Messungen wiederholen, bis die Ursache gefunden wird. Als wir so mitten im Raum standen und ich noch kurz einen Vortrag über das FS20 System hielt war auf einmal deutlich eine Stimme aus dem (zum Glück noch eingeschaltetem) tragbaren Messgerät zu vernehmen. Das Messgerät zeigte knapp neben 868,35 MHz einen leichten Pegel an und das Interesse der beiden Techniker war wieder geweckt.

MesswagenMesswagenNun gingen wir Schritt für Schritt mit der "Wünschelrute" (dem Messgerät) durch das Haus und wurden wieder nicht fündig. Die Techniker verlegten ihre Messungen dann wieder in ihren Messwagen um die Störquelle ausserhalb des Hauses zu orten.

Ca. 15 Minuten später teilten mir die Techniker mit, dass die Störquelle definitiv im Haus vorliegen muss. Also ging es auf ein Neues durch das Haus; kreuz und quer, rauf und runter.

Die Zeit verging und die Störquelle konnte noch immer nicht lokalisiert werden, bis plötzlich ein Techniker im Schlafzimmer eine Stelle ausfindig machte. Das Problem: es war in einer Ecke in der sich absolut kein Gerät (weder funk- noch kabelgebunden) befand.

Also scherzte ich erst mal: Dann hat mir da wohl jemand vor Jahren ein Radio in die Wand gemauert, das jetzt anfängt zu senden.

Kaum ausgesprochen, kam mir dann der richtige Gedanke: "Lassen Sie uns mal auf der anderen Seite der Wand nachschauen. Da sind ein paar Komponenten verbaut!".

 

Die Störquelle

In meinem Esszimmer, das unmittelbar an mein Schlafzimmer angrenzt, befindet sich an dieser Stelle eine Doppelsteckdose in der eine Funksteckdose FS20 ST und ein X10 Transceiver von Marmitek steckt.

Das Kuriose daran: sobald ich meine Hand auf die Funksteckdose hielt war der "Radioempfang" gestört. Nahm ich meine Hand weg, sendete die Funksteckdose wieder das Radioprogramm vom Deutschlandfunk. Das war mehrfach reproduzierbar. Also zog ich die Funksteckdose ab und tauschte sie gegen eine neue aus.

Es stellte sich also heraus, das die Funksteckdose FS20 ST-2 mit bis zu 60 db das Signal vom Deutschlandradio verstärkt und im Haus "verteilt". Das führte dazu, dass das komplette 868 MHz Band überlagert und somit meine Schaltvorgänge im Funksystem FS20 erheblich gestört wurden. Erst später erfuhr ich von meiner Mieterin, das sie ab- und an aus ihren Computerlautsprechern ein Radiosender empfing sich das aber nicht erklären konnte; ich kannte nun die Ursache ;-)

 

Das Fazit

FS20 arbeitet seit Jahren bei mir recht zuverlässig. Sobald jedoch eine Störquelle vorhanden ist, kann es einem schon ganz schöne Kopfschmerzen bereiten. Ohne Hilfe der Bundesnetzagentur hätte ich die Ursache nicht gefunden. Das Positive daran: Die Fehlersuche durch die Bundesnetzagentur ist kostenlos! Lediglich wenn ich selber als Verursacher identifiziert würde, d.h. ich hätte eigenhändig die Technik manipuliert (also die Funksteckdose geöffnet und irgendwas verändert) und dadurch die Störung verursacht, wäre es kostenpflichtig geworden.

Warum nun ausgerechnet diese eine Funksteckdose ein gewisses Eigenleben entwickelt hat, bleibt mir unerklärlich. Vielleicht handelte es sich bei den verbauten Teilen um eine schlechte Charge oder sie litt einfach an Altersschwäche.

In solch (anfangs) unerklärlichen Fällen - wie hier beschrieben - kann ich nur jedem empfehlen sich mit der Bundesnetzagentur auseinander zu setzen. Das spart die nervenaufreibende Fehlersuche; zumindest wird sie veringert ;-) 

Bevor jedoch die Bundesnetzagentur bemüht wird, sollte vorher geprüft werden ob die Störungen auch dann noch vorhanden sind, wenn in allen batteriebetriebenen Aktoren, wie z.B. FS20 SD Dämmerungssender, Wassermelder HMS 100 WD, Temperatur-/Luftfeuchte-Sensor HMS 100 TFTemperatur-Sensor HMS 100 T, Kontaktmelder HMS 100 TFK, etc. die Batterien ggf. gegen neue ausgetauscht wurden. Es haben sich vereinzelt Anwender gemeldet, die mit diesen Geräten ähnliche Probleme hatten, wenn die Batterien fast leer waren.

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